Die ausgesetzten Kitten

08.10.2015

Es ist Abend der 08. Oktober mein Handy klingelt, Ana die Inhaberin einer lokalen Kneipe, ruft mich an, Angie hier bei uns sind kleine Katzen, sie sind auf einmal hier gewesen, keiner hat irgend etwas gesehen. Kannst Du bitte kommen? Ich fahre zu der Bar und sehe 3 rote Kitten und 1 schwarze. Sie sind alle unterschiedlich groß, die größeren schätze ich auf 12 Wochen und die zwei kleineren etwa auf 8 Wochen. Ana gibt den Katzen Schinken zum Fressen, ich denke na ja, auch wenn das nicht unbedingt Katzenfutter ist, einmal geht das schon und die Kleinen sind ja auch arg hungrig.

Spät in der Nacht war ich noch einmal dort und warte auf die Katzenkinder und da sehe ich noch ein weiteres Kätzchen. Es ist noch ein schwarzes. Ich öffne eine weitere Dose mit Futter, alle fressen gierig aber halten Abstand zu mir, sie kennen definitiv Menschen. Später schlafen sie alle mit vollem Bäuchlein auf den Stühlen der Bar ein.

10.10.2015

Am Nachmittag rief mich mein Mann an, Angie komm ganz schnell, hier sitzt ein kleines Kätzchen mitten auf der Strasse. Selbstverständlich fahre ich sofort los, es ist ein kleines rotes Katzenkind aus der Gruppe von gestern Abend, es hat Hunger und es dauert nicht lange da konnte ich schnell zugreifen und stecke es in die Box. Ein Zimmer wird schnell eingerichtet und die Maus darf aus seiner Box. Nun sitzt es ganz allein in diesem Zimmer und ich frage mich: und nun, wie geht es jetzt weiter?

Am Abend geht es dann los; der kleine kann ja nicht alleine bleiben und so lade ich meine Fallen und weitere Boxen in mein Auto. An der Bar angekommen baue ich die Falle auf und warte. Ich sitze dort wie Bettler auf der Strasse. Etwas später kommt auch noch Nicole, eine Freundin aus dem Forum, dazu und wir fangen ein Kätzchen nach dem anderen. Nur ein Kleines lässt sich nicht mehr blicken. Nach Mitternacht brechen wir die Aktion ab. Mit der Hoffung, dass wir  am nächsten Tag wieder Erfolg haben würden. Da ich ja nicht vorbereitet war 5 Pfleglinge aufzunehmen, musste auch noch ein Katzenzimmer eingerichtet werden. Alle 4 Kitten sind nun in dem Zimmer untergebracht und sie haben mächtigen Hunger, sie fressen als gäbe es kein morgen.

Ich kann nicht schlafen die letzte Katze geht mir nicht aus dem Kopf, ich stehe 04:00 auf trinke einen Kaffee und gehe ins Dorf, ich dauert nicht lang und dann sehe ich das gesuchte Katzenkind. Es hat Hunger geht aber nicht weit genug in die Falle damit diese schließt.

Gegen 07:00 morgens, die Reinigungsleute kommen, und wieder gehe ich erfolglos heim. Ganz sicher werde ich aber am Abend werde wieder hier sein, das Kleine muss zu seinen Geschwistern.

An diesem Abend wird mein Sohn nach Menorca kommen und da ich ihn vom Flughafen hole stelle ich die Falle erneut auf, weise das Personal der Kneipe ein und gehe. Ich fahre nicht weit und wer sitzt mitten auf der Strasse und fängt Insekten, ja mein letztes Kätzchen, es hat Hunger. Darauf war ich nun nicht vorbereitet, ich steige also aus dem Wagen und nehme nur ein Schälchen Nassfutter um es anzulocken. Oh war es hungrig, es kam so nahe das ich schnell zugriff und es in meiner Hand hatte. Ich ging zum Wagen, stieg ein und öffnete mit einer Hand die Transportbox um das zappelnde Wesen hinein zu stecken. Was war ich froh, schnell brachte ich es zu seinen Geschwistern und nun konnte ich auch zum Flughafen fahren, zum Glück hatte die Maschine ein bisschen Verspätung.

Inzwischen haben die 5 Katzen natürlich auch Namen.

Beauty, Balu, Nala, Leon y Cindy

Leon hatte etwas am Hals, ich konnte ihn nicht anfassen und so schaute ich jeden Tag wie es sich veränderte, er nieste auch etwas. Es ist etwas Knotenähnliches was immer dicker wurde, es hinderte ihm auch beim schlucken. Am 19. war es soweit, ich bereite alles vor gehe ins Zimmer greife blitzschnell zu und schiebe Leon in die Tragebox. Beim Arzt angekommen, knurrt er wie ein Großer. Leon bekommt eine Spritze damit er einschläft und besser behandelt werden kann. Seine Wunde wird geöffnet und gereinigt, er bekommt Antibiotika und ein entzündungshemmendes Mittel. Nun darf er wieder zu seinen Geschwistern. Leon’s Wunde entwickelt sich sehr gut in den kommenden Tagen und verheilt langsam.

Leon hätte mit dieser Wunde als Streuner wohl nicht überlebt.

Beauty er weiß das er hübsch ist, ihn darf ich mit einem Finger berühren.

26.10.2015 der Tag der Kastration und

der Auszug aus dem Katzenzimmer steht bevor, die Vorbereitungen laufen, heute muss alles fertig werden. Am Abend fahre ich erneut zum Tierarzt um die 5 abzuholen. Die Kastration verlief gut, es gab auch eine Überraschung. Kimba ist kein Junge sondern ein Mädchen und heisst jetzt Cindy. Über Nacht bleiben alle in der Box und schlafen erst einmal aus. Am nächsten Morgen steht dann dem Einzug ins Freigehege nichts mehr im Wege. Liebe Freunde von uns, Nano, Laura und Nicolas, stellen uns dies zur Verfügung damit die Katzen nach einer Woche wieder ausgewildert werden können, die Futterstelle ist dort nicht weit entfernt. Dort können sie ein unbeschwertes Leben in freier Wildbahn genießen.

Der 1. Tag im Außengehege

Der Plan ist das alle im Freigehege 7 Tage bleiben und danach nach und nach zur nicht weit gelegenen Futterstelle zulocken. Auch hier gehe ich die ersten Tage 3x vorbei, am 4. Tag nur noch 2x und am 6. Tag öffne ich morgens die Tür, als ich mittags komme um nachzuschauen sind alle 5 Katzen noch im Freigehege, als ich mit den Dosen klappere schauen sie zwar zur Tür hinaus aber weiter auch nicht. Ich denke naja die Nacht wird kommen und die Neugier wird siegen und so war es auch. Nach bereits 3 Tagen hatten sie bereits die neu errichtete Futterstelle gefunden. Das Freigehege wurde geschlossen, nochmals lieben Dank Nano, Laura und Nicolas.

Allen geht es sehr gut, ihre Hütten mit Stroh für den Winter haben die 5 auch bereits eingeweiht und seit einigen Tagen werde ich bereits abgeholt wenn ich mit dem Auto vorfahre. Frei und glücklich meine 5 Racker.

 

 


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